lernen und lehren mit Weblogs: RSS
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RSS - Really Simple Syndication - Was, wie und weshalb?
Wir definieren RSS, beschreiben, wie Sie zu RSS kommen, den Gewinn von RSS für Publizierende und für LeserInnen und weisen auf mögliche Nachteile hin.
Definition RSS
RSS steht für ‹Really Simple Syndication› oder ‹Rich Site Summary›. Es ist ein Dokument, das die Beiträge in Blogs oder Websites im plattformunabhängigen XML-Format zusammenfassend bereithält. RSS fand den Anfang in 1999. Mit den Blogs erst hat sich dieses Format durchgesetzt. Immer mehr Websites und Blogs bieten RSS an.
Wie kommen Sie zu RSS-Feeds?
Feeds steht für to feed = füttern. User werden mit RSS-Feeds gefüttert. Wie kommen Sie zum ‹Futter›: indem Sie RSS-Feeds von Blogs und Websites abonnieren.
Wie funktioniert es? Beim
Surfen sehen Sie kleine Buttons:
oder
.
Dahinter steckt das Feed. Wenn sie den nächsten Link anklicken, sehen Sie
ein Beispiel für eine Datei im RSS Format.
Dies ist nicht sehr attraktiv, werden Sie sagen. Deshalb benötigen Sie einen sogenannten Feedreader, ein kleines Programm. Dazu gibt es verschiedene Anbieter, meist ist es gratis zum Download. Dazu mehr bei den Links RSS.
Browser
wie z.B. Firefox, Opera (siehe Bild) haben einen Feedreader bereits integriert.
Da brauchen Sie keinen Download vorzunehmen. Wenn Sie auf einer Site/Blog
surfen, deren Feeds Sie interessieren (praktisch alle Blogs bieten RSS
an), klicken Sie auf den entsprechenden Button wie z.B.:
oder
.
Dann werden die Beiträge (wie bei Newsgroups oder e-Mail) downgeloadet.
Immer, wenn Sie online sind, laden im Hintergrund die neuesten Feeds.
Gewinn von RSS für Publizierende
Sie können LeserInnen schnell mit den neuesten Mitteilungen versehen. Längerfristig erreichen Blogs mit RSS mehr LeserInnen, da die Bindung an das Blog besser ist.
Gewinn von RSS für Leser/UserIn
- Sie sparen Online-Zeit: Sie müssen nicht mehr Ihre regelmässigen Surftouren bei Ihren Favoriten machen. Auf Ihrem Bildschirm können Sie entweder alle Überschriften oder Kurzartikel (softwareabhängig) überfliegen und bei Interesse zum Originalartikel auf die Website gehen.
- Sie zeigen nur das Neueste. Sie sparen sich damit auch wieder Zeit beim Lesen.
- effizientes, schnelles Lesen: Die Feeds sehen aus wie Text-e-Mails, ‹schmucklos› ohne Layout, ohne Navigation, Bilder, Werbung usw. einer Webseite. Dadurch finden keine Ablenkungen statt. Innert kurzer Zeit können viele Beiträge überflogen und sortiert werden.
- Sie sparen Online-Zeit, weil das Laden von Webseiten immer Zeit benötigt, währenddessen Feeds praktisch keine Ladezeit beanspruchen.
- Hilfe zum persönlichen oder Community-Wissensmanagement: Feedreaders oder Browsers mit integrierten Feeds bieten Tools an, um die Beiträge zu kategorisieren.
- und noch viel mehr wie: Nachrichten abonnieren, Fernsehprogramm mit Tipps holen, Kinoprogramm, Wetterprognosen zusammenstellen, Amazon-Angebote zu bestimmten Themen abonnieren, Ebay-Auktionen beobachten, Veranstaltungen abonnieren, thematische Linksammlungen zusammenstellen, Suchergebnisse abonnieren, Radio hören, Videos downloaden, Job- und Wohnangebote usw. aus: RSS Blogger - 28 Dinge, was man mit RSS machen kann (PDF 48 KB).
Nachteil / ‹Gefahr›
Das Angebot ist riesig, die Anzahl abonnierter Seiten wächst schnell, sobald die Möglichkeit von Feeds besteht. Die Folge kann sein (wie mit anderen Angeboten im WWW):
- ‹information overkill›, überladen werden von Information
- mögliches Suchtpotenzial: sich immer informieren wollen / müssen.