news 63 - IND 07 - positive Arbeitsumgebung
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Studien belegen, dass eine positive Arbeitsumgebung viel zur Arbeitsplatzzufriedenheit von Pflegenden beiträgt und es zu besseren Pflegeergebnissen und zu einer geringeren Sterblichkeitsrate bei Patienten kommt. Wir definieren ‹positive Arbeitsumgebung› und beschreiben Merkmale positiver Arbeitsumgebungen bei verschiedenen Ansätzen:
- nach dem Basisdokument, dem IND Kit mit dem ‹Modell Kristensen›
und für Ihr weiteres Interesse auf positive Arbeitsumgebung 2:
- ‹Great Place to Work› mit dem Fokus Vertrauen
- ‹Gesund Pflegen ist unser Ziel› mit den ‹ATL› Aktivitäten des täglichen Lebens oder ‹AEDL› Aktivitäten und essentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens
Definition gesunde Arbeitsumgebung
A healthy work environment is… …a practice setting that maximizes the health and well-being of nurses, quality patient/client outcomes, organizational performance and societal outcomes.
Quelle: Healthy Work Environments Best Practice Guidelines von RNAO Registered Nurses' Association of Ontario.
Eine positive Arbeitsumgebung zeichnet sich aus durch:
Das IND Kit 2007 Arbeitsplatz Pflege: Mit Qualität arbeiten – mit Qualität pflegen nennt Merkmale (S.2):
innovative Strategien zur Personalanwerbung und -erhaltung
Strategien zur Weiterbildung und Beförderung
angemessene Entlöhnung der Beschäftigten
Anerkennungsprogramme
hinreichend Ausrüstung und Material
ein sicheres Arbeitsumfeld
Modell Kristensen: Merkmale einer positiven Arbeitsumgebung
Im Modell von Kristensen (1999) zum sozialen und psychischen Wohlbefinden werden sechs Stressfaktoren kombiniert und nicht nur in Beziehung zum Individuum, sondern auch der Einrichtung gesetzt. Nach Kristensen bedarf es folgender Faktoren als Voraussetzung für das optimale soziale und psychische Wohlbefinden:
Anforderungen, die den Möglichkeiten der jeweiligen Person gerecht werden (keine Arbeitsüberlastung)
ein hoher Grad der Vorhersehbarkeit (sicheres Arbeitsverhältnis und Sicherheit am Arbeitsplatz)
eine gute soziale Unterstützung durch die Kollegen und die Leitungsebene sowie Zugang zu Bildungs- und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten (Teamarbeit, Bildungsurlaub)
sinnvolle Tätigkeit (stimmt mit der beruflichen Identität überein)
ein hohes Mass an Einflussmöglichkeiten (Autonomie, Dienstplangestaltung, Leitung)
ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Leistung und Entlohnung (Entschädigung, immaterielle und materielle Anerkennung).
Quelle: Arbeitsplatz Pflege: Mit Qualität arbeiten – mit Qualität pflegen S. 7 und 8: Kristensen TS (1999). Challenges for research and prevention in relation to work and cardiovascular disease. Scandinavian Journal of Work, Environment and Health, 25(6), 550-557. zum Abstract
beschrieben auch in: Bedrängte Pflegende, bedrängte Patienten von Barbara Dätwyler, Präsidentin des Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK - ASI) Sektion Bern (März 2007).