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news 63 - IND 07 - Was ist zu tun?

homePublikationennewsletternews 63|5|2007 › Was ist zu tun?

arbeitenDer ICN ruft im IND Kit 2007 Pflegeverbände auf, Strategien und Richtlinien für gute Arbeitsbedingungen zu definieren.

Wir beschreiben die allgemeinen Empfehlungen des ICN, erwähnen als Beispiel die Forderungen der Berner Sektion des SBK (Schweizerischer Verband diplomierter Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner) und stellen das Tool Kit des ICN vor.

Auch EBN Evidence Based Nursing, ANP Advanced Nursing Practice und mehr sind zu nennen. Wir streifen lediglich, ausgehend von den Themen der zitierten AutorInnen, ‹skill mix› und ‹Primary Care› und machen auf das wichtige Thema ‹Migration› aufmerksam. Mehr dazu bei Was ist zu tun 2.

Empfehlungen des ICN

Wir entnehmen die wichtigsten Forderungen des ICN aus dem IND Kit Arbeitsplatz Pflege: Mit Qualität arbeiten – mit Qualität pflegen, deutsch, S. 31-33. Berufsverbände für Pflegekräfte sollen

bestehende lokale und nationale Strategien zu Arbeitsbedingungen definieren

für Politiker die Verbindung zwischen Patientensicherheit und einer positiven Arbeitsumgebung herstellen

alle wichtigen Informationsblätter und Positionspapiere, die auf internationaler Ebene existieren, sammeln

die Mobilisation von Pflegekräften unterstützen und sie befragen, um die wichtigsten Themen mit Handlungsbedarf zu eruieren

Richtlinien entwickeln, die Aspekte bestimmter Arbeitsbedingungen behandeln

Informationsmaterial zur besten Arbeitspraxis verteilen

Kommunikationspläne ausarbeiten, die sich auf Aspekte der Arbeitsumgebung konzentrieren

Ausschüsse auf Unternehmensebene einsetzen, die sich auf Themen im Zusammenhang mit der Arbeitsumgebung konzentrieren

das methodische Werkzeug zur Sammlung von Hintergrundmaterial einsetzen, um Klagen und/oder Positionspapiere zu unterstützen

wirksame Argumente für den Kauf und die Erhaltung von Sicherheitsausrüstung und die Mechanismen für deren Entsorgung im Gesundheitswesen (z.B. die Entsorgung von Nadeln) darzustellen

sich in Ausschüssen einzelner Einrichtungen zu engagieren, die Probleme im Zusammenhang mit der Arbeit untersuchen und effektive Strategien zum Umgang mit den Aufgaben zu initiieren

Lobbyarbeit für positive Arbeitsumgebungen und eine Verbesserung der Personalerhaltung bei Arbeitgebern und Einrichtungen betreiben

sich zu Gunsten einer angstfreien Berichterstattung einsetzen, um die Identifikation von problematischen Praktiken und Handlungsmöglichkeiten zu deren Beseitigung zu fördern

die Verbesserung von Initiativen für einen gesunden Arbeitsplatz in die bestehenden Personalbestandsplanungen und die Vorstellungen der Einrichtung integrieren.

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konkretes Beispiel: Forderungen des SBK Bern

von Barbara Dätwyler, Präsidentin des SBK Schweizerischer Verband diplomierter Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner Region Bern in ihrem Referat an der Hauptversammlung 2007. Der SBK fordert für die Zukunft u.a. verbindliche Angaben zum Personalschlüssel innerhalb der Pflegeteams (Skill Mix), Massnahmen zur Rekrutierung von Nachwuchs für die Stufe Höhere Fachschule, transparente Personalführung, Gleichstellung der Gehaltsverhältnisse langjähriger Pflegefachleute mit jenen ihrer später in den Beruf eingetretenen KollegInnen. PDF 39 KB.

IND Tool Kit

In verschiedenen Anhängen des IND Kit stellt der ICN Arbeitspapiere mit zahlreichen weiteren Empfehlungen zur Verfügung:

ebenfalls sehr lesenswert:

Die Arbeit Pflegenotstand in Österreich nennt ab Seite 35 zahlreiche Strategieempfehlungen.

Mehr zu ‹Was ist zu tun?› bei: Skill mix, Primary Nursing und Migration