Notizen
Bildschirmpräsentation
Gliederung
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OhrSinn_ig
  • Eine Forschungs- und  Wahrnehmungsreise zum Hörsinn, Teil 1




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Hören _  eine wichtige Signalfunktion
  • Die Fähigkeit, Ereignisse zu hören, die wir nicht sehen können, hat bei Menschen ein wichtige Signalfunktion.
  • Das Rascheln kündigt etwas an, der kräftig tönende Wind kündigt ein Gewitter an, ein aufheulender Motor zeigt mögliche Gefahr auf, Schritte hinter einem während der Nacht können Angst machen.
  • An Schritten erkennt man Freunde und bekannte Menschen. Väter und Mütter erwachen sofort , fast intuitiv beim Schreien oder auch nur Wimmern eines Babys.


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Hören _ eine komplementäre Funktion
  • Hören und Sehen sind komplementäre Funktionen.
  • Wir hören oftmals etwas, bevor wir es sehen. Unsere Sehfähigkeit ist besser als unsere Hörfunktion, jedoch eignet sich die Hörfähigkeit, um auf sich aufmerksam zu machen und das Objekt anschliessend visuell identifizieren zu können.


  • Eigene Erfahrung:
  • Nachts alleine im Wald höre ich Dinge, getraue jedoch nicht, mich ihnen zu nähern und sie visuell zu identifizieren. Alle möglichen Fantasien lassen Nachtgeräusche zu. Die visuelle Identifikation fehlt mir für die Zuordnung, mein auditiver Erfahrungsschatz ist im Wald nicht sonderlich gut, dies lässt den Fantasien ihren Lauf.
  • Tagsüber jedoch erfahre ich den Hörsinn als Erweiterung des Wahrnehmungsradius (hinter und neben mich ‘schauen‘). Anschliessend mich visuell zu nähern und es mit einem weiteren Sinn zu rekognoszieren.



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Ganz Ohr _ auch wahrgenommen und gemerkt?
  • Die Aufmerksamkeit und die Realisation der Wahrnehmung im auditiven Bereich


  • Die Umwelt ist voll von Geräuschen und zunehmend lärmbetont. Unsere Wahrnehmung ist eher visuell orientiert. Auch die visuelle Überflutung zeigt Auswirkung auf den auditiven Bereich.
  • Kontinuierliche Geräusche, wie z.B. das Vogelzwitschern und auch das Gelernte (Vögel singen, vor allem bei Tagesanbruch) lässt die Wahrnehmungsfähigkeit diffuser werden. Nur bei differenziertem morgendlichen Hinhören lässt sich der Zeitpunkt des Endes ‚Vogelzwitschern‘ wahrnehmen.


  • Kontinuierliche Geräusche und bis zu einem gewissen Grad auch Lärmgeräusche (Autos, Geplauder, Verkehr, Glockengeläute) blenden wir aus. Auf Nachfrage ist es oft eher kognitiv zu beantworten: ‚Die Kirchenglocken läuten immer um 6.30h bei uns‘.
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Die Stimme, eine Sympathieträgerin
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Die Stimme, zum verlieben?
  • Zuckerbaby
  • Nicht mehr ganz taufrisch, viel zu viele Pfunde auf den Hüften und ein ziemlich eintöniger Job in einem Bestattungsinstitut - Mariannes Leben fließt so dahin. Eines Tages auf dem Weg zur Arbeit wird sie jedoch schlagartig von der sonoren Stimme eines U-Bahn Zugführers wachgerüttelt. Marianne ist fasziniert und setzt alles daran, den Mann ihrer Träume kennen zu lernen. Die ungewöhnliche Romanze mit ihrem "Zuckerbaby" verändert ihr Leben...
    à Kennen Sie den Film? Exemplarisch für ‚ganz Ohr‘ ;-)
  • Ist Ihnen das auch schon passiert? Die Stimme als Beziehungsknüpferin.
    Sie hören eine Stimme und lauschen hin, sie ‚verlieben‘ sich in die Stimme. Sie hören genauer hin, vielleicht sogar, auch wenn Ihnen das Thema nicht unbedingt zusagt, oder Sie geniessen die Stimme und nehmen Inhalt des Gesagten gar nicht wahr.
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Die Stimme, Stil und Wirkung in Rede und Vortrag
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Die Stimme, Stil und Wirkung in Rede und Vortrag 2
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Es gehört zum guten Ton…_ ein Autoren-Quiz
  • Lerne den Ton der Gesellschaft anzunehmen, in der du dich befindest.
  • Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen.
  • Manche meinen, wenn sie ein Echo hören, der Ton stamme von ihnen
  • Rechtfertigte nicht zudem die Verwandtschaft einen besonders sanften Ton der Stimme, eine Herzlichkeit der Blicke?
  • Wer nur eine Glocke hört, hört nur einen Ton.
  • So wie etwas ausgesprochen ist, wird ihm auch schon widersprochen, wie der Ton gleich sein Echo hat.
  • Übrigens gestehe ich - es bleibt aber unter uns - dass der Ton, welcher jetzt unter unsern ganz jungen Leuten ziemlich allgemein an Höfen und in der feinen Welt eingeschlichen ist, mir gar nicht so gefallen will wie der, welcher vor etwa zwanzig Jahren herrschte.
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Geräusch, eine Definition
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Geräusch, unangenehme bis üble
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Lauschen, ein konzentriertes Hinhören
  • Lauschen, eine Definition:
  • Lauschen ist bewusstes Mithören von Geräuschen oder Gesprächen.


  • Positiv
  • Der Musik lauschen
  • Naturgeräusche lauschen
  • Konzentriertes Hören ist Lauschen


  • Negativ
    Lauschangriff (Abhören)
  • Hören sagen (Gerüchte)



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Texte, auditiv oder visuell oder beides? (1)
  • Unkritisch wird oft behauptet, dass das Ansprechen mehrerer Sinne besser motiviere und zu einem größeren Lernerfolg beitrage. Zum Beispiel Bilder, Filme und ähnliches verbessern das Behalten und Verstehen von Informationen und steigern durch die abwechslungsreiche Gestaltung die Lernmotivation.

  • Bei auditiven Texten ist Tempo und Zeit zur Aufnahme und Verarbeitung der Informationen oft vorgegeben. Bei auditiven Texten ist die Darbietungsgeschwindigkeit zirka 120-150 Wörter pro Minute.
  • Die auditive Rezeption erfordert einen andauernden und stetigen Aufmerksamkeitspegel. Dies ist besonders belastend, der Aufmerksamkeitspegel sinkt somit früher ab.
  • Kurzauszug aus ‘Auditive und visuelle Texte‘ von Klaus Stiller
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Texte, auditiv oder visuell oder beides? (2)
  • Aspekte auditiver Aufmerksamkeit
  • Unsere Wahrnehmung verschafft uns Zugang zur äusseren, nicht-subjektiven Umwelt, die gefüllt ist mit physikalischen Parametern unterschiedlichster Art. Die meisten entziehen sich jedoch unserer Wahrnehmung. Sie sind zwar mittels technischer Apparaturen in unsere ›Tonlage‹ transponierbar, doch unmittelbar bemerken können wir sie nicht. Solche für unser Sensorium unpassenden Parameter bedürfen eines geeigneten Empfängers, wie er bei anderen Lebewesen gefunden werden kann. Die Spezialisierung auf ganz bestimmte Reizumwelten (z.B. unterschiedliche Frequenzbereiche und Wellenlängen) erlaubt erst die gleichzeitige Existenz der verschiedenen Arten. Wir Menschen nehmen nur einen Bruchteil der ›herumschwirrenden‹ Informationen wahr. „Wahrnehmung kann grundsätzlich nur diejenigen Merkmale von Dingen und Prozessen erfassen, die aufgrund physikalischer Eigenschaften bestimmte Sinneszellen erregen. (…)

    gehörter Text von vorheriger Seite
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Farbklänge und Hörharmonien 1
  • ‘Augen sind genauere Zeugen als Ohren‘
  • Heraklit von Ephesus
  • “Seit der Erfindung des Buchdrucks wird Wissen in erster Linie über das Auge erworben. Unsere Umwelt ist akustisch und visuell überversorgt.  Die Sinne verstehen sich aufs zensurieren, Ausschlagen oder Ausblenden.


  • In der Musik können die Zuhörer.innen schnell einmal ein Urteil fällen, ob das Gehörte als harmonisch empfunden wird.
  • Dagegen macht sich grosse Unsicherheit breit, wenn bei Farbzusammenstellungen ähnliche Beurteilungen erforderlich werden.“
  • aus Farbhunger
    Peter Jenny, Prof. für bildnerisches Gestalten, ETH Zürich
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Farbklänge und Hörharmonien 2
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Lösungen, Forschungsaufgaben
  • Auflösung von Seite 9
  • Lerne den Ton der Gesellschaft anzunehmen, in der du dich befindest.
    Adolph Freiherr von Knigge
  • Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen.
    Arthur Schopenhauer
  • Manche meinen, wenn sie ein Echo hören, der Ton stamme von ihnen.
    Ernest Hemingway
  • Rechtfertigte nicht zudem die Verwandtschaft einen besonders sanften Ton der Stimme, eine Herzlichkeit der Blicke?
    Honoré de Balzac
  • Wer nur eine Glocke hört, hört nur einen Ton.
    Honoré de Balzac
  • So wie etwas ausgesprochen ist, wird ihm auch schon widersprochen, wie der Ton gleich sein Echo hat.
    Johann Wolfgang von Goethe.
  • Übrigens gestehe ich - es bleibt aber unter uns - dass der Ton, welcher jetzt unter unsern ganz jungen Leuten ziemlich allgemein an Höfen und in der feinen Welt eingeschlichen ist, mir gar nicht so gefallen will wie der, welcher vor etwa zwanzig Jahren herrschte.
    Adolph Freiherr von Knigge.


  • Auflösung von Seite 10
  • Auf Platz eins landete das Geräusch eines Menschen, der sich übergibt. Das Ergebnis kommt für Cox nicht überraschend: Er hatte erwartet, dass Geräusche, die Ekel auslösen, eine Spitzenposition einnehmen würden‘
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Literatur Zusammenfassung
  • Literatur
  • Psychologie, Philipp G. Zimbargo und Richard J. Gerrig, Pearson Studium, 16. aktualisierte Auflage, 2004
  • Wahrnehmungspsychologie, E. Bruce Goldstein, deutsche Ausgabe von Hans Irtel,
    7. Auflage 2007, Spektrum Akademischer Verlag
  • Allgemeine Psychologie, eine Einführung, Christian Becker-Carus, 1. Auflage 2004, Spektrum Akademischer Verlag
  • Lyrikband ‘Falken, flügge‘ von Fee Katrin Kanzler, 1981, Hagenlocher Verlag
  • ‘Farbhunger‘ Texte und Bilder zur Aufhebung der Gewaltenteilung zwischen Wort und Farbe,
    Peter Jenny, 1994, ETH Zürich, Zürich Verlag der Vereine/Stuttgart
    (Peter Jenny gehört zu den bedeutendsten Pädagogen in seinem Fach. Seit 1969 ist er in der Lehre tätig, 1977 wurde er als Professor für gestalterische Grundlagen an die ETH in Zürich berufen.)
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Links Zusammenfassung
  • Links im Laufe der Recherche
  • http://www.linguatec.net/onlineservices/voice_reader/site der Voice-Reader
  • http://www.earaction.de/ was ist laut, Selbsttest und Informationen
  • Ton/Klang http://www.laermorama.ch/laermorama/modul_akustik/tonklang_w.html#tonklang
  • Raumakustik http://www.laermorama.ch/laermorama/modul_akustik/raumakustik_v.html
  • ein Lärmorama http://www.laermorama.ch/laermorama/hoerkiste/index-hk.html,
  • http://bidok.uibk.ac.at/library/salmon-dipl-hoerbeeintraechtigung.html Arbeit mit hörbeeinträchtigten Kindern
  • Zeitschrift für Angewandte Linguistik (ZfAL, 27. 1997, S. 5-39), Astrid Paeschke/Walter F. Sendlmeier / Die Reden von Rudolf Scharping und Oskar Lafontaine auf dem Parteitag der SPD im November 1995 in Mannheim - Ein sprechwissenschaftlicher und phonetischer Vergleich von Vortragsstilen
  • Stiftung Zuhören, zu einem Download Gratis der Stiftung, Handbuch mit Lern- und Lehrmaterialien, ausgezeichnet, mit vielen methodischen Tipps.
  • Das Woxikon, eine Sammlung von Redensarten


    Vernetzung zu lernundenter:
  • Bisherige Wortreisen http://www.lernundenter.com/downloads.htm
  • Zyklus Wahrnehmung von lernundenter:
    http://www.lernundenter.com/interaktion/newsletters/Beobachten_14.pdf http://www.lernundenter.com/interaktion/newsletters/newsl_37.pdf
    http://www.lernundenter.com/interaktion/newsletters/Newsletter_39.pdf