E. Lindner: Computer haben mich schon zu einer Zeit interessiert, als man
noch als Exot galt, wenn man zuhause einen stehen hatte.
Das war 1989. Da ging noch alles auf DOS. Es war für mich eine
gewisse Vorausschau in der Pflege. Ich bin ein Futurefan, ich stelle mir
gerne vor, was in der Zukunft passiert. Dann war mir klar - und das war
keine Liebe - sondern eine rationelle Entscheidung: Wenn du jetzt nicht
etwas mit Computer anfängst, dann
ist es in 10 Jahren so, als ob du nicht lesen und schreiben könntest.
Dann habe ich einen Commodore gekauft und mich autodidaktisch in das Thema
Datenverarbeitung eingearbeitet. Jetzt bin ich soweit,
dass ich Netzwerke administriere.
E.
Helbig: Bei mir war es abhängig von Edwin. Er war mein
Chef, als ich in Davos arbeitete. Computer standen
an den Arbeitsplätzen
in der Pflege. Dort machte ich meine ersten Mausklicks. Durch die persönliche
Freundschaft mit Edwin sind wir mehr aufs Thema gekommen. Irgendwann
hatte ich selbst ein «Ding», und dann ging»s los. Ich bin ebenfalls Autodidakt.
Wichtig: man muss Zeit haben,
verspielt, neugierig und mutig sein.
E. Lindner: Im Moment
ist Endres sehr aktiv. Er hat viel gestaltet (Bookshop, Suchfunktion) und
enorm verändert. Nun habe ich wieder Zeit, z.B. eine Buchrezension
zu schreiben. Jetzt müssen
wir neu zusammensitzen und uns absprechen. Ziel
ist die Arbeit an der Website zu 50% zwischen uns aufzuteilen.
E. Helbig:
Es ist wichtig, ein solches Projekt nicht alleine zu machen, sondern
zu zweit: für die gegenseitige Motivation, das Redigieren, die Impulse.
Manchmal ist es auch hart, immer «dran zu bleiben».
E. Lindner: Hilfreich ist eine gemeinsame
Grundphilosophie. Wir müssen
nicht bei jedem Artikel eine Grundsatzdiskussion führen.
Doch man kann nicht in zwei verschiedene Richtungen gehen.
Das heisst nicht, dass Beide alles gleich machen. Die Vielseitigkeit
einer Zusammenarbeit bereichert das Angebot.
wir wollen zum Denken anregen und dazu ermutigen, Meinungen zu äussern.
E. Helbig: Hauptsache, es geht
vorwärts. Manchmal müssen wir uns auch bremsen.
E. Lindner: Wir
legen Wert auf ein gewisses intellektuelles Niveau. Unsere LeserInnen denken
weiter in der Pflege und erwarten mehr von der Pflege, als sie im Moment
darstellt: wir sind eine berufspolitische Seite, wir wollen zum Denken
anregen und dazu ermutigen, Meinungen zu äussern.
E. Helbig: Wir sind «Brüder im Geiste» - Edwin packt schneller an, ich
brauche etwas länger. Wir sind beide im Berufsverband, wohnen am gleichen
Ort, kennen die Themen unseres Kantons.
E. Lindner: Wir sind beide berufspolitisch interessiert. Im Moment gibt es leider
nichts, was uns aufregt: den Aufreger des Monats, das sollte es immer wieder
geben. Es soll jedoch auch in die Gegend passen. Wir sind in der Ostschweiz.
Viele Leute sind hier noch ungewohnt im Umgang mit den Medien.
E. Helbig: Wir möchten
Pflegefachleute in der Region aufrütteln: Auch hier hat es fähige Leute.
Ihr müsst nicht immer nach Zürich schauen. Wir können auch hier
etwas anpacken.
E. Helbig: Ich habe Nachrichtenticker, Newsfeeds laufen: u.a. Weltwoche, BAZ, Tages-Anzeiger, NZZ, Beobachter, Facts, Presseportal.ch, Presseportal Deutschland, DPA und viele andere. Ausserdem habe ich verschiedene Newsletters (auch in Log-in-Bereichen) abonniert. Man muss ein bisschen «schnüffeln».
Newsfeeds sind - wörtlich übersetzt: gefütterte
Neuigkeiten. Dazu benötige ich einen sogenannten Newsreader (als Download
oder in einem Browser integriert). Von allen Websites, die mich interessieren,
kopiere ich die URL in den Newsreader: so abonniere ich deren News. Beim
Aufstarten des Rechners werden von diesen Websites die News heruntergeladen
und als Links - manchmal mit wenig zusätzlichem
Text - dargestellt (ähnlich wie E-Mails im Posteingang). Anschliessend
kann ich in Ruhe (offline) diese «Kopfzeilen» oder Kurznachrichten durchgehen
und entscheiden, welche Links ich genauer lesen und verfolgen möchte.
Vorteile: es ist sehr bequem, ich muss nicht jedesmal die ganze Website
durchsehen. Durch die einfache Formatierung werde ich nicht von Websites
mit vielen Inhalten, Bildern und Bannern abgelenkt. Browserzeiten werden
gespart. Gegenüber
den Newslettern haben Newsfeeds den Vorteil, dass es kein Spam gibt: Es
ist anonym, ich gebe keine E-Mail-Adresse an. Dadurch ist es sicherer.
Mehr
zu Newsfeeds und RSS bei den Links (Ergänzungen durch die Redaktion).
Wie gehen Sie mit der Informationsflut um?E. Lindner: Da werden wir uns aufteilen müssen.
E. Helbig: Die News
sind unterteilt in verschiedene Kategorien: Gesundheit, Gesundheitspolitik,
Pflegethemen. Diese werden vorsortiert. Anschliessend wähle ich aus.
Der Rest kommt in den Papierkorb.
E. Lindner: Es ist nicht
damit getan, dass die Information da ist, sie muss unseren Standards entsprechen:
Filter und Massstab sind wir.
E. Helbig: Pflegereportage ist von unserer subjektiven
Wirklichkeit geprägt.
Wir haben den Eindruck, dass unser Geschmack den der LeserInnen trifft.
LeserInnen können sich auch Themen wünschen. Die Site ist umfangreich,
deshalb gibt es jetzt den Suchmodus. Ausserdem
empfehlen wir einen schnellen Reader für PDFs zum Download
Foxit
Reader.
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