Newsletter lernundenter 11/2005 | Ausgabe 46 | ISSN 1660 - 7090: Seiten 1 2 3 4 5

«Know How», aktuelle Projekte und Zusammenarbeit

 

Wie sind Sie zu Ihrem «Know How» gekommen?

E. Lindner: Computer haben mich schon zu einer Zeit interessiert, als man noch als Exot galt, wenn man zuhause einen stehen hatte. Das war 1989. Da ging noch alles auf DOS. Es war für mich eine gewisse Vorausschau in der Pflege. Ich bin ein Futurefan, ich stelle mir gerne vor, was in der Zukunft passiert. Dann war mir klar - und das war keine Liebe - sondern eine rationelle Entscheidung: Wenn du jetzt nicht etwas mit Computer anfängst, dann ist es in 10 Jahren so, als ob du nicht lesen und schreiben könntest. Dann habe ich einen Commodore gekauft und mich autodidaktisch in das Thema Datenverarbeitung eingearbeitet. Jetzt bin ich soweit, dass ich Netzwerke administriere.
ComputermausE. Helbig: Bei mir war es abhängig von Edwin. Er war mein Chef, als ich in Davos arbeitete. Computer standen an den Arbeitsplätzen in der Pflege. Dort machte ich meine ersten Mausklicks. Durch die persönliche Freundschaft mit Edwin sind wir mehr aufs Thema gekommen. Irgendwann hatte ich selbst ein «Ding», und dann ging»s los. Ich bin ebenfalls Autodidakt. Wichtig: man muss Zeit haben, verspielt, neugierig und mutig sein.

 

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Gibt es eine Aufteilung in Themen und Aufgaben an der Site?

E. Lindner: Im Moment ist Endres sehr aktiv. Er hat viel gestaltet (Bookshop, Suchfunktion) und enorm verändert. Nun habe ich wieder Zeit, z.B. eine Buchrezension zu schreiben. Jetzt müssen wir neu zusammensitzen und uns absprechen. Ziel ist die Arbeit an der Website zu 50% zwischen uns aufzuteilen.
E. Helbig: Es ist wichtig, ein solches Projekt nicht alleine zu machen, sondern zu zweit: für die gegenseitige Motivation, das Redigieren, die Impulse. Manchmal ist es auch hart, immer «dran zu bleiben».
E. Lindner: Hilfreich ist eine gemeinsame Grundphilosophie. Wir müssen nicht bei jedem Artikel eine Grundsatzdiskussion führen. Doch man kann nicht in zwei verschiedene Richtungen gehen. Das heisst nicht, dass Beide alles gleich machen. Die Vielseitigkeit einer Zusammenarbeit bereichert das Angebot.

wir wollen zum Denken anregen und dazu ermutigen, Meinungen zu äussern.

E. Helbig: Hauptsache, es geht vorwärts. Manchmal müssen wir uns auch bremsen.
E. Lindner: Wir legen Wert auf ein gewisses intellektuelles Niveau. Unsere LeserInnen denken weiter in der Pflege und erwarten mehr von der Pflege, als sie im Moment darstellt: wir sind eine berufspolitische Seite, wir wollen zum Denken anregen und dazu ermutigen, Meinungen zu äussern.
E. Helbig: Wir sind «Brüder im Geiste» - Edwin packt schneller an, ich brauche etwas länger. Wir sind beide im Berufsverband, wohnen am gleichen Ort, kennen die Themen unseres Kantons.
E. Lindner: Wir sind beide berufspolitisch interessiert. Im Moment gibt es leider nichts, was uns aufregt: den Aufreger des Monats, das sollte es immer wieder geben. Es soll jedoch auch in die Gegend passen. Wir sind in der Ostschweiz. Viele Leute sind hier noch ungewohnt im Umgang mit den Medien.
E. Helbig: Wir möchten Pflegefachleute in der Region aufrütteln: Auch hier hat es fähige Leute. Ihr müsst nicht immer nach Zürich schauen. Wir können auch hier etwas anpacken.

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Die Presseschau ist aktuell. Wo holen Sie sich Informationen?

E. Helbig: Ich habe Nachrichtenticker, Newsfeeds laufen: u.a. Weltwoche, BAZ, Tages-Anzeiger, NZZ, Beobachter, Facts, Presseportal.ch, Presseportal Deutschland, DPA und viele andere. Ausserdem habe ich verschiedene Newsletters (auch in Log-in-Bereichen) abonniert. Man muss ein bisschen «schnüffeln».

 

Nicht alle Leserinnen können sich unter Newsfeeds etwas vorstellen. Was sind Newsfeeds?

Newsfeeds sind - wörtlich übersetzt: gefütterte Neuigkeiten. Dazu benötige ich einen sogenannten Newsreader (als Download oder in einem Browser integriert). Von allen Websites, die mich interessieren, kopiere ich die URL in den Newsreader: so abonniere ich deren News. Beim Aufstarten des Rechners werden von diesen Websites die News heruntergeladen und als Links - manchmal mit wenig zusätzlichem Text - dargestellt (ähnlich wie E-Mails im Posteingang). Anschliessend kann ich in Ruhe (offline) diese «Kopfzeilen» oder Kurznachrichten durchgehen und entscheiden, welche Links ich genauer lesen und verfolgen möchte. Vorteile: es ist sehr bequem, ich muss nicht jedesmal die ganze Website durchsehen. Durch die einfache Formatierung werde ich nicht von Websites mit vielen Inhalten, Bildern und Bannern abgelenkt. Browserzeiten werden gespart. Gegenüber den Newslettern haben Newsfeeds den Vorteil, dass es kein Spam gibt: Es ist anonym, ich gebe keine E-Mail-Adresse an. Dadurch ist es sicherer.
Mehr zu Newsfeeds und RSS bei den Links
(Ergänzungen durch die Redaktion).

 

Pfeil Wie gehen Sie mit der Informationsflut um?

E. Lindner: Da werden wir uns aufteilen müssen.
E. Helbig: Die News sind unterteilt in verschiedene Kategorien: Gesundheit, Gesundheitspolitik, Pflegethemen. Diese werden vorsortiert. Anschliessend wähle ich aus. Der Rest kommt in den Papierkorb.
E. Lindner: Es ist nicht damit getan, dass die Information da ist, sie muss unseren Standards entsprechen: Filter und Massstab sind wir.
E. Helbig: Pflegereportage ist von unserer subjektiven Wirklichkeit geprägt. Wir haben den Eindruck, dass unser Geschmack den der LeserInnen trifft. LeserInnen können sich auch Themen wünschen. Die Site ist umfangreich, deshalb gibt es jetzt den Suchmodus. Ausserdem empfehlen wir einen schnellen Reader für PDFs zum Download externer Link Foxit Reader.

 

Welche Tipps geben Sie Leserinnen und Leser für die erfolgreiche Webarbeit?

Tipps für die erfolgreiche Webarbeit

zu Pläne, Wünsche und Links von Pflegereportage

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