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Fehlbildungen und frühkindliche Schädigungen des ZNS

Fehlbildungen und frühkindliche Schädigungen des ZNSJansen et al. 2007, Thieme Verlag, Stuttgart/D

Rezensent: Christopher Kahl, Lehrer und Autor, Joggelacker 11, 5210 Windisch

Ein weiteres kürzlich erschienenes Werk beschäftigt sich mit angeborenen oder frühkindlich erworbenen Hirnläsionen. Insofern erweitert sich der Kreis der Adressaten im speziellen um den der Neuropädiater; aber auch Radiologen und Neurologen nehmen sich der bereits erwähnten Hirnläsionen an und versuchen, auf der Basis der Schnittbilddiagnostik -und insbesondere der MRT- eine ätiopathogenetische Zuordnung resp. deren klinische Bedeutung zu verifizieren. So ist der Stellenwert der dokumentierenden Bildgebung in Form zahlreicher Abbildungen hoch. Die Kenntnis der normalen Hirnentwicklung und deren Störbarkeit ist für den Diagnostiker, aber noch mehr für den Kliniker eine wesentliche Voraussetzung, um die pathologischen Entwicklungen zu kennen - und zu erkennen.

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So beginnt das Buch mit einem alphanumerischen, strukturierten Abkürzungsverzeichnis und geht gemäss der Referenz-Reihe Neurologie (RRN) in ein übersichtlich gestaltetes Inhaltsverzeichnis über. Dessen Kapitel folgen dem Leitsatz des raschen Zugriffs auf wesentliche Daten und Informationen. Jedes dieser 10 Kapitel zeigt wichtige Merksätze resp. Besonderheiten in blauer Absetzung. Tabellen, radiologische Aufnahmen und Illustrationen sind sinnvoll abgestimmt und selektiv platziert. Prägnante Literaturangaben beschliessen jedes einzelne Kapitel.

Die 10 Kapitel in ihrer Übersicht:

  1. Normale Entwicklung des Zentralen Nervensystems
  2. Fehlbildungen des Schädels und des Gehirns
  3. Fehlbildungen des Rückenmarks und der Wirbelsäule
  4. Gefässmissbildungen des ZNS im Kindesalter
  5. Hydrozephalus
  6. Neurokutane Erkrankungen
  7. Stoffwechselstörungen im Kindesalter
  8. Folgen frühkindlicher Zirkulationsstörungen und Hypoxien
  9. Folgen neurotraumatologischer Schädigungen im Kindesalter
  10. Entzündungen des ZNS im Kindesalter

Die 222 Seiten enden in einem ausführlichen Sachverzeichnis. Die komplexen Zusammenhänge werden dem Leser in Form eines Leitsystems dargebracht, und er bleibt bei der Lektüre.

Das Buch hat den Anspruch der Tauglichkeit in der klinischen Praxis und dient dem Verständnis und der vertiefenden Information über Aspekte der Neurologie des Kindes in seinen komplexen Entwicklungsstadien. Und diesem Anspruch wird es vollumfänglich und in sehr verständlicher Art gerecht.

Der Physiker Stephen Hawking meinte zur Lesbarkeit eines Buches:

Jede mathematische Formel in einem Buch halbiert die Verkaufszahl dieses Buches.

Christopher Kahl, im Juli 2007