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Lese- und Schreibschwäche (Analphabetismus / Illetrismus) ist immer Thema in der Bildung und häufig bei der Patientenedukation. Da diese Defizite im persönlichen Kontakt meist nicht auffallen und Betroffene sie nicht von sich aus thematisieren, werden sie oft übersehen. Wertvolle Zeit vergeht mit erfolgloser Edukation.
Patienten mit einer Leseschwäche lesen anders: Sie lesen häufig, ohne zu interpretieren, lesen ein Wort nach dem anderen und überfliegen unbekannte Worte. Sie können keinen Zusammenhang bilden. Da Lesen eine grosse Anstrengung für sie bedeutet, ermüden sie schnell und geben auf, wenn Instruktionen komplex geschrieben sind. Für diese Patienten ist einfache Information noch viel wichtiger. Und: Einen Text lesen können, heisst noch nicht, ihn auch zu verstehen.
Diese Grundsätze sind auch für Patienten mit Migrationshintergrund sehr wichtig.
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2007-09-20
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