Fokus Bildung - Kriterien für Bildungswebsites
Wir beschränken uns auf die bildungsspezifischen Kriterien
für die Website-Beurteilung. Selbstverständlich müssen
auch diese Seiten inhaltliche, formale und ethische Kriterien erfüllen:
siehe Kriterien. Grundsätze
der Methodik und Didaktik werden hier nicht speziell erwähnt,
gehören diese in jede Unterrichtsvorbereitung
und -reflexion. Siehe dazu auch Pädagogik.
Wir verweisen auf die benützten Quellen.
Auch hier benützen wir Oberbegriffe, um die zahlreichen Kriterien
zu strukturieren:
Relevanz
- Ziele und Inhalte des Webangebotes entsprechen der Absicht des
Curriculums.
- Eine Komplexität ist vorhanden.
- Unterschiedliche Fragen können erforscht und beantwortet
werden.
Kommunikation / Interaktion
- Der Lernende kann Einfluss nehmen: z.B. Rechnen, Zeichnen, Simulieren,
eigene Eingaben machen, erweitern, ergänzen.
- Es gibt Angebote zum eigenaktiven Handeln (Tutorials).
- Das Angebot ist kommunikationsfördernd: es gibt Chat, Feedback,
e-Mail-Kontakt, Foren.
- Es gibt eine tutorielle Begleitung.
- Die Kooperation mit anderen Teilnehmerinnen wird gefördert.
- Die Partizipation von Nutzern wird miteinbezogen.
Einbezug von Multimedia-Elementen
- Das Angebot ist unterhaltend.
- Es enthält spielerische Elemente.
- Das Angebot wird visualisiert und animiert.
- Es enthält z.B. bewegliche Diagramme.
Lernförderliche Gestaltung / Didaktische
Aufbereitung
- Die Arbeit ist frei von Fehlern und Vereinfachungen.
- Der Lernende kann verschiedene Rollen einnehmen: Entdecker,
Konsument, Forscher.
- Experimente sind möglich.
- Innovation und Kreativität wird gefördert.
- Lernen mit verschiedenen Kanälen ist möglich.
- Eigenständiges Lernen findet statt.
- Links sind ausgewählt und kommentiert.
- Das Dokument sollte gut druckbar sein. Das Lernangebot
kann zusätzlich in einem zusammenhängenden Dokument
(PDF) zur Verfügung gestellt werden.
Navigation
- Die Navigation ist transparent und konsistent.
- Die Links funktionieren.
- Es gibt eine Protokollfunktion, die
dem Lernenden den Lernweg, bisherige Erarbeitung aufzeigt.
Webtexte sind als Hypertext verfasst: ein nicht linear strukturierter
Text (meist elektronisch realisiert, erstmals beschrieben von Vannevar
Bush «as we may think, 1945). Ein Hypertext muss nicht linear
gelesen werden. Vielmehr kann man über vom Autor integrierte
Links (nodes), die Lesereihenfolge der Textteile selbst bestimmen.
Das gesamte WWW ist ein riesiger Hypertext.
Es wird unterschieden in lokale und globale Navigation.
- 1. lokale Navigation: Innerhalb der Website kann Material durchblättert,
auf Unerwartetes gestossen werden. Es werden Zusammenhänge
entdeckt = exploratives und vernetzendes Lernen. Ein schneller Zugriff
auf Einzeldokumente ist möglich. Die strukturelle Vernetzungslogik
der Dokumente kann die inhaltliche Logik der Stoffteile unterstreichen.
- 2. globale Navigation: das Web als offenes System. Die Links öffnen
in einem eigenen Fenster.
Ethik
- Es muss transparent gemacht werden, wozu die Protokollfunktion
(siehe oben) dient.
Quellen
|