Projektzone - Workshops/Dossiers
FAQ 2: Woher kommt das Wort ‹wegfinden›?
Im Mai 2003 schrieb uns Gabriela Renggli:
...Ich könnte mir hier auch vorstellen, so gutes Know How gleich ‹wegzufinden›
(anstelle von ‹klauen›)
Zu ihrem Wort ‹wegfinden› schrieb die Abonnentin weiter:
Es ist ein Wort aus Dresden, aus einer Zeit, als es wichtig war, dauernd was wegzufinden, was Mangelware war (Werkzeuge, Materialien, Utensilien für den täglichen Bedarf). Wir haben das einander nicht geklaut, das hätte zum Desaster geführt, sondern Nachbarn haben einander fast alles ausgelehnt, ja einander oft gegenseitig die Wohnungen renovieren geholfen. Manchmal wusste man nicht mehr, von wem die Bohrmaschine war, und wenn einer sein Werkzeug bei einem Kaffeetrinken wiedererkannte, entschuldigte sich der Aufbewahrer damit, dass es halt ‹weggefunden› bei ihm herumlag! Das Wort hat sehr viel mit Eurem Begriff von TEILEN zu tun!!