Begriffe werden erklärt, gegenübergestellt. Sie finden Online-Quellen zur Vertiefung und Hinweise auf Literatur oder Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Definition von Dagmar Domenig in ‹Professionelle Transkulturelle Pflege›:
Unsere Kulturen haben de facto längst nicht mehr die Form der Homogenität und Separiertheit, sondern sind weitgehend durch Mischungen und Durchdringungen gekennzeichnet. Diese neue Struktur der Kulturen bezeichne ich, da sie über den traditionellen Kulturbegriff hinaus- und durch die traditionellen Kulturgrenzen wie selbstverständlich hindurchgeht, als transkulturell.
Quelle siehe Bücherliste.
Die Begriffe interkulturell und multikulturell werden synonym verwendet.
lernundenter: wir schliessen uns dem Verständnis des Begriffes von D. Domenig an. Wir ziehen den Begriff ‹transkulturell› mit der Bedeutung des Wortstammes ‹trans› = durchdringen den anderen Begriffen vor.
Definition von Zielke Nadkarni (1997:102)
die Wahrnehmung und Bewusstmachung der eigenkulturellen Norm- und Wertvorstellungen, die pflegerische Vorstellungen und Interventionen determinieren, die Öffnung für andere Pflegekonzepte, -erwartungen und -praktiken, das Hinterfragen und die Neugestaltung bisheriger professioneller Formen des Umgangs mit ausländischen PatientInnen und KollegInnen.
Quelle: Zielke-Nadkarni, Andrea. (1997). Theoretische Grundlagen der interkulturellen Pflege, Curare Sonderband 10/97:99-114. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung.
Definition von Madeleine Leininger 1978:
Transkulturelle Pflege ist ein bestimmter Bereich für die Forschung und die Praxis, spezialisiert auf die kulturellen Ansichten, Werte und Lebensweisen unterschiedlicher Kulturen und der Einsatz gewonnener Erkenntnisse in kulturspezifischer und kulturuniverseller Pflege von Individuen, Familien oder Gruppen bestimmter Kulturen.
Quelle: Leininger, M. (1995). Transcultural Nursing. Concepts, theories, research and practice (2nd ed.). New York: McGrav-Hill.
Definition aus dem Glossar der Universität Tübingen:
Der Begriff des interkulturellen Lernens lässt sich mit Nieke (1994) bzw. Grosch/Groß/Leenen (2000) als ‹Zentralbegriff› (S. 29) für jenen Prozess verstehen, der ausgehend von Situationen kultureller Begegnung oder entsprechenden Bildungsarrangements zu interkultureller Kompetenz als der dauerhaften Fähigkeit zur erfolgreichen und kultursensitiven Interaktion mit Angehörigen anderer Kulturen führt. Berücksichtigt werden also neben bewusst herbeigeführten Bildungsprozessen auch solche informeller und beiläufiger Art. Problematisch dabei ist nicht nur die Bewältigung der Konfrontation mit Unbekanntem, sondern auch die Einordnung, Interpretation und Bewertung des Fremden gemäß der eigenkulturellen Erwartungsstrukturen (Kulturzentrismus).
Definition aus Wikipedia
ist die Fähigkeit, mit Menschen anderer Kulturkreise erfolgreich zu kommunizieren, im engeren Sinne die Fähigkeit zum beidseitig zufriedenstellenden Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen. Diese Fähigkeit kann schon in jungen Jahren vorhanden sein oder auch entwickelt und gefördert werden. Das wird als Interkulturelles Lernen bezeichnet. Die Basis für erfolgreiche interkulturelle Kommunikation ist emotionale Kompetenz und interkulturelle Sensibilität.
Interkulturell kompetent ist eine Person, die bei der Zusammenarbeit mit Menschen aus ihr fremden Kulturen deren spezifische Konzepte der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und Handelns erfasst und begreift. Frühere Erfahrungen werden frei von Vorurteilen miteinbezogen und erweitert, die Bereitschaft zum Dazulernen ist ausgeprägt.
Interkulturelle Kompetenz online
Website der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Zusammenarbeit mit interculture.de. Hier finden Sie: für das persönliche Lernen einen Selbsttest, wissenswerte Basis, ‹andere Länder, andere Spielregeln›: Fragen und Antworten zu Fallbeispielen aus der Arbeitswelt in verschiedenen Ländern. Sie haben eine Auswahl an Antworten. Ihre Antwort wird anschliessend kommentiert, Fremdheitserfahrungen: Simulation, Fotocollage (inklusive Ablauf), Spiele, Unterrichtsprojekte, Unterrichtsmaterialien, ein Glossar, Strategien für das Wiedereinleben, interkulturelle Links, gegliedert in Datenbanken, Zeitschriften und inhaltlichen Schwerpunkten. Zur digitalen Bibliothek:
In der digitalen Bibliothek finden Sie in über 800 Aufsätzen, Artikeln und Büchern Informationen rund um die verschiedensten Kulturen und die Besonderheiten interkultureller Begegnungen. Zahlreiche Angebote aus dem Internet wie Info- und Trainingsmaterialien, Studien, Berichte und Quizfragen runden Ihr Wissen über spezielle Kulturen ab.
lernundenter empfiehlt diese Site rundum allen Menschen in deren gewohnten Umgebung oder unterwegs und ganz speziell natürlich Menschen, die beruflich und persönlich mit Migrantinnen und Migranten, Menschen anderer Kulturen arbeiten und lernen.

Link-Liste für Interkulturelles Lernen
auf dem deutschen Bildungsserver Hessen, ein reiches Angebot an verschiedenen Quellen zu den Themen Migration, Integration, Projekte, Begegnungen, Was ist interkulturelles Lernen, wie lernen wir interkulturell, Unterrichtsideen.
Sprachen interaktiv: Interkulturelle Kommunikation und interkulturelles Lernen
ein Ausschnitt aus einer Magisterarbeit mit den Themen: Was heißt interkulturelle Kommunikation? | Kultur | Kommunikation | Interkulturelle Kommunikation | Interkulturelle Kompetenz |Interkulturelle Kommunikation und Fremdsprachenlernen |Relevanzbereiche interkultureller Kommunikation | Interkulturelles Lernen.
lernundenter: eignet sich vor allem, wenn Sie den verschiedenen Begriffen näher auf die Spur kommen möchten und Literaturangaben wünschen.
Institut für Kommunikationsforschung IKF
Aus der Site: das IKF ist die schweizweit grösste Anbieterin von tertiärer Weiterbildung im Bereich interkulturelle Kommunikation und eLearning/Wissensmanagement. Das IKF versteht sich als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Seit seiner Gründung im Jahr 1988 ist das IKF in Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistungen in unterschiedlichen Bereichen der angewandten Kommunikationswissenschaft tätig.
Institut für Interkulturelles KommunikationsManagement GmbH
thematisiert in Seminaren Kulturunterschiede in multikulturellen Gesellschaft und leistet einen Beitrag zur Vermittlung und Förderung interkultureller Kompetenz an.
Aus der Site: Visuelle Materialien sind aus der heutigen Bildungsarbeit nicht mehr wegzudenken. Für den sensiblen Umgang mit Nord/Süd-Themen bieten wir Ihnen eine umfangreiche Auswahl von Filmen im Verleih an. Wir geben Ihnen Tipps bei der Suche nach geeigneten Medien und unterstützen Sie bei der Planung von Filmveranstaltungen.
lernundenter: Im Katalog können Sie nach verschiedenen Optionen passende Filme suchen. Inhalte und mögliche Gesprächspunkte der Filme sind beschrieben, Lernziele formuliert, didaktische Tipps werden gegeben, und ein Arbeitsblatt kann als PDF heruntergeladen werden. Weiter gibt es Hintergrundinformationen und weiterführende Links und Literatur. filme für eine welt ist interessiert an Rückmeldungen von Filmeinsätzen. Das Feedback-Formular kann online ausgefüllt werden. Im Forum finden Sie didaktische (z.B. Methoden) und technisch Tipps für den Filmeinsatz in Ihrem Unterricht.
Der erste Podcast zu interkulturellen Themen. Der Podcast behandelt interkulturelle Kommunikation, befragt StudentInnen zu ihren Arbeitseinsätzen im Ausland, Lehrkräfte zu interkulturellem Lernen und Lehren im Klassenzimmer und möchte den Dialog zwischen Machern und LeserInnen zu interkulturellen Bezügen fördern.
lernundenter: empfehlenswert, gut verständlich. Ein Beispiel für Lehrkräfte oder BeraterInnen: Kann Kultur gelehrt werden? Eine Anleitung für den Download von iTunes und das Abonnement des Podcasts absolutely intercultural finden Sie hier...
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