In unserer multikulturellen Situation sind vertiefte Informationen und Auseinandersetzung mit den Themen der Migration, Integration und Kultur von eminenter Bedeutung. Besonders in der Arbeit im Gesundheitswesen stellt die Betreuung und Beziehungspflege eine neue und herausfordernde Dimension dar. Wir sind als Mensch und professionelle Pflegefachleute gefordert.
Wir stellen Ihnen verschiedene Links und eine Unterrichtseinheit vor:
2008 European Year of Intercultural Dialogue (EYID)
Europas kulturelle Vielfalt nimmt zu. Die Erweiterung der Europäischen Union, die Liberalisierung der Arbeitsmärkte, und die Globalisierung haben in vielen Ländern zu einem Mehr an Multikulturalität, einer höheren Zahl an Sprachen und Glaubensbekenntnissen, sowie ethnischen und kulturellen Hintergründen geführt. In der Folge spielt der interkulturelle Dialog eine immer wichtigere Rolle in der Förderung der europäischen Identität und Staatsbürgerschaft.
Das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 ist eine Würdigung des einzigartigen Vorteils, den Europas grosse kulturelle Vielfalt bedeutet. Europas Einwohner sind so dazu aufgefordert, sich mit unserem reichen kulturellen Erbe und den verschiedenen Kulturen zu befassen.
Das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs (2008) wurde begründet durch die Entscheidung 1983/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (18. September 2006).
Was verstehen Sie unter interkulturellem Dialog? (dazu ein kurzes Video). Die Site lädt ein, an Projekten teilzunehmen, Projekte einzugeben und bietet dafür eine Toolbox mit Materialien an.
lernundenter-Tipps: Um auf dem Laufenden zu bleiben, gibt es einen Newsletter. Nehmen Sie Ihre Fotokamera mit in Ihren interkulturellen Alltag und beteiligen Sie sich am Fotowettbewerb teil. Einsendeschluss: 30.5.2008. Bedingungen für die Teilnahme. Werfen Sie mehrere Blicke auf einige Projekte und Partnerorganisationen mit ihren Projekten.
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
interdisziplinäre und interfakultative Einrichtung der Universität Osnabrück. IMIS beschäftigt sich mit Problemen von Wanderungsbewegungen (Migration) und Eingliederung (Integration) in Geschichte und Gegenwart. IMIS vereinigt Wissenschaftler aus Demographie-, Frauen- und Geschlechterforschung, Geographie, Geschichte, Sprach- und Literaturwissenschaft, Pädagogik, Politikwissenschaft, Psychologie, Rechtswissenschaft und Soziologie. Ausserdem: eine internationale Linksammlung, Forschung, Koordination und Kooperation mit anderen Forschungsinstitutionen im In- und Ausland, Veranstaltungen, Kolloquien, Veröffentlichungen und wissenschaftliche Beratung.
Eine Seite mit Projekten und Fachthemen zur Migration verschiedener Kulturen (Muslime, Ungaren, Italiener u.a.) in der Schweiz. Verschiedene Berufsgruppen sind angesprochen und finden wichtige Informationen.
Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite pflegen/begleiten.
Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH
Flucht, Asyl, Migration und Integration sind Themen, mit denen wir alle zunehmend konfrontiert werden. Ohne direkte Begegnungen und persönliche Erlebnisse ist es jedoch schwierig, sich in die betroffenen Menschen hineinfühlen zu können, und oft fehlt zudem das nötige Wissen, um eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Unter dem Motto «Flucht Asyl und Integration verstehen» führt die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH Projekttage an Schulen, Kirchgemeinden und Ausbildungsstätten durch.
Ziele und Ablauf eines Weiterbildungstages: im PDF Migration und interkulturelle Kommunikation Ausbildungsangebot der SFH für Erwachsene.
lernundenter: sehr interessant ist auch das Asyllexikon, Informationen über das Asylwesen in der Schweiz von A-Z.
Schweizerische Interessengemeinschaft für interkulturelles Übersetzen und Vermitteln. Sie wurde 1999 von den wichtigen Akteuren im Bereich der interkulturellen Verständigung gegründet. Ziel des Vereins ist es, MigrantInnen den Zugang zum Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen in der Schweiz zu erleichtern und die Verständigung zwischen ihnen und den entsprechenden Fachpersonen sicherzustellen.
lernundenter: eine sehr schön gemachte dreisprachige Site mit einer Datenbank der zertifizierten ÜbersetzerInnen (Zertifikat SVEB mit Unterstützung des BAG Bundesamt für Gesundheit) mit ihren konkreten Spezialitäten und Einsatzgebieten. Infos und Materialien stehen als PDF zur Verfügung. Ausgewählte Links.
Zentrum zur sozialmedizinischen, rechtlichen und kulturellen Betreuung von Ausländern und Ausländerinnen in Österreich. Die Seite ist Anlaufstelle für Beratung, Therapie und Zentrum für interkulturelle Bildungsarbeit. Sie finden dort an Ressourcen: Diplomarbeiten, Literatur, ein Lexikon zu Migration, Integration, Flucht. Speziell empfehlenswert ist das umfangreiche Praxishandbuch zur interkulturellen Öffnung im Gesundheitswesen für MultiplikatorInnen und GesundheitsberaterInnen.
‹Darf man Einwanderung einschränken? - Normative Fragen zur Asyl- und Migrationspolitik›. Dort können Sie das 10-seitige PDF (54 KB) downloaden mit Lernzielen, Begriffsklärungen, Arbeitsweise (Lernen mit dem Internet) und anschliessend Fragen zu Menschenrecht, Arten von MigrantInnen und Migranten, zu Migration, Argumente in der Philosophie. Über eine Anmeldung können Sie gratis auch die Antworten downloaden.
lernundenter: ein ausgezeichnetes Dossier für die Information und zur Meinungsbildung und Argumentation.
Berufspraktikum beim Nachbarn, Deutsch-Französisch-Schweizerische Oberrheinkonferenz - Conference Franco-Germano-Suisse du Rhin superieur. Auszug aus der Begrüssungsseite:
Fit für Europa, Berufspraktikum beim Nachbarn: Euregio-Zertifikat
Europa wächst zusammen, so auch die drei Länder am Oberrhein. Wirtschaftsprozesse werden zunehmend international – deshalb werden interkulturelle Bildung und Qualifikationen immer wichtiger.
Fremdsprachenkenntnisse und Auslandserfahrungen sind dabei zu einem unverzichtbaren Bestandteil geworden. Darum bietet das Projekt ‹Euregio-Zertifikat› allen Auszubildenden und Berufsschülern aus der Oberrheinregion die Chance, während der Ausbildung ein mindestens vierwöchiges berufliches Auslandspraktikum zu absolvieren. Ziel des Projektes ist es, dass möglichst viele Auszubildende am Oberrhein berufliche Erfahrungen im grenznahen Ausland sammeln können und viele Ausbilder/innen durch die Teilnahme am Projekt interkulturell qualifiziert werden.
Wie weit (geographisch) das Projekt am Oberrhein möglich ist, ersieht man/frau gut auf der Karte. Die Site gibt es in deutsch und französisch.
lernundenter: ein zukunftsgerichtetes Angebot, sinnvoll auch für die Anwerbung von Auszubildenden und Studierenden der Sozialberufe.
Fremde Heimat Migration weltweit
Weblog mit Beiträgen aus aller Welt mit Geschichten in Bild und Ton.
Schweizer Zeitschrift für Migration und Intergration, Downloads von bestimmten Themen sind möglich (PDF)
Schweizer Nachrichten für internationale Medien
Die Schweizer Nachrichten für internationale Medien berichten kurz, aktuell und fundiert über Entwicklungen der Migrationspolitik, Statistiken, Gesetze. Interessante Dossier sind darin enthalten.