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News 60 2|07 - Links Pflege / Pflegequalität

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Frazzled Nurse aus Dear Nurses

ein PflegeBlog: In einfachen Worten, mit stimmigen Bildern beschreibt die Autorin Pflegesituationen, Hygienemassnahmen, Psychohygiene und Haltungsfragen. Anatomie, Physiologie und Pathologie werden häufig in Bildgeschichten dargestellt. Es scheint, als ob die Bloggerin für sich im Schreiben und Zeichnen ihre Lernthemen repetiert und diese Resultate den Leserinnen präsentiert.

lernundenter: Das Niveau bezüglich Fachwissen ist für Pflegefachfrauen und -männer etwas oberflächlich. Doch trifft die Bloggerin immer wieder ein Thema, das Pflegende zur Reflexion motivieren kann. Sympathisch ist die Individualität in den Bildern und Bildgeschichten. Kategorien fehlen für eine Übersicht auf die Blogthemen. Man/frau informiert sich visuell abwechslungsreich zu Pflege und schaut gerne von Zeit zu Zeit bei ‹Dear Nurses› vorbei.

Auf der Suche nach Pflegeblogs bin ich auf das ausgezeichnete Blog In Our Own Words - Medscape Nursing gestossen. Eine Einführung in das Blog. Die beiden Autorinnen posten in diesem Beitrag einige der 600!! e-Mail-Antworten von Pflegenden auf die Bitte zu beschreiben ‹Was tut Ihr und weshalb in Eurem Beruf›. Pflegende verschiedenen Alters, Ländern und aus Berufsbereichen wie Palliativpflege, Hospiz, Geriatriepflege, Intensivpflege, Pflege in Gefängnissen, in ländlichen Gebieten, in Flugzeugen, SpezialistInnen für Wunden oder Infekte usw. berichten, was ihr Beruf ausmacht, über ihre Kompetenzen und wie sie ihren Beruf erleben. Die Essenz: The important things have stayed the same. ‹Care›, sorgen, das Interesse an Menschen, das Engagement für Patienten und Patientinnen ist das zentrale Merkmal durch alle Bereiche und Alter und Herkunft.

lernundenter: eine sehr schöne Lektüre zu den vielen Facetten des Pflegeberufes und berührende individuelle Geschichten aus der Geriatrie-, Palliativpflege, von ‹Angel› einer 20-jährigen Frau mit Down-Syndrom und ein Bericht von der Begleitung der Eltern bei der Geburt ihres todgeborenen Kindes.

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‹Emergiblog› mit einer Hommage an Pflegende. Sie hat Beiträge gesammelt, in welchen Pflegende ihre Arbeit, ihre Rollen reflektieren, sich auf Prüfungen vorbereiten oder wo ein Patient seine Erfahrung mit Pflegenden beschreibt.

lernundenter: Der Beitrag ist vom Juli 2006, ist jedoch sehr interessant und wie eine junge Pflegende in einem Kommentar schreibt: Ich bin Lernende und am Entdecken aller Optionen für meine spätere Berufspraxis - Welche Art von Pflegefachperson möchte ich werden? - Danke für die Erinnerung.

Wissen schafft Verstehen! Wege zu einer wissenschaftlich fundierten Praxis für Gesundheitsberufe: Einladung zum 9. Workshop des German Center for Evidence-based Nursing ‹sapere aude› vom 30. April – 4. Mai 2007 in Leucorea und Wittenberg.

Die steigende Zahl von Veröffentlichungen im Bereich des Gesundheitswesens erschwert die Entscheidungsfindung in der täglichen Praxis zusehends. Zukünftig werden Praktiker jedoch ihr Handeln verstärkt auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen müssen, um Forderungen nach Qualitätssicherung und Effizienz gerecht werden zu können. Ziel des Workshops ist, Angehörige der Pflege- und anderen Gesundheitsberufe Kenntnisse und Fähigkeiten zur Methode Evidence-based Nursing zu vermitteln.

Die Methode EBN hilft sowohl bei Entscheidungen im Arbeitsalltag als auch bei der Entwicklung von Standards oder Curricula, die damit durch wissenschaftliche Erkenntnisse abgesichert werden können.

Details: Einladung (PDF 52 kB) | Flyer (PDF 116 kB) | Anmeldung als PDF (99 kB). lernundenter: wir danken für den Linkvorschlag.

Referat von Frau PD Dr. Dr. Silvia Käppeli an der Fachtagung Pflegeforschung - praxisnah! vom 19.9.2006, FHS St.Gallen. Auszug aus dem Fazit:

Wie absolut kann und soll also die Pflegeforschung die Pflegepraxis kontrollieren, welche Grenzen muss sie überwinden, welche muss man ihr setzen und welche anderen Komponenten sind zur Erreichung von ‹best practice› noch wünschenswert? Diese Fragen können kaum abstrakt und ein für allemal beantwortet werden. Aber ich glaube ein Blick auf unsere Nachbardisziplin - die Medizin - zeigt, dass eine einseitige wissenschaftliche Ausrichtung, eine wissenschaftliche Ausrichtung unter Ausschluss anderer Erkenntnisweisen (z. B . der Erfahrungsdimension) sowie die ausschliessliche Förderung der wissenschaftlichen Kompetenz der Praktiker dem Ergebnis nicht besonders förderlich ist. Die Medizin könnte besser sein als sie ist, sie weiss es, und es kostet sie grösste Anstrengungen, sich zu verändern. Daraus sollten wir – als junge Wissenschaft – lernen. Ein bewusster Verzicht auf bestimmte Methoden der Erkenntnisgewinnung kann zur Folge haben, dass Patienten potenziell wirksame Pflegeoptionen vorenthalten oder dass sie falsch versorgt werden. ......

lernundenter: differenzierender Artikel zu Pflegewissensschaft und Pflegeforschung. Ausgezeichnet, dass er auf dem Netz lesbar ist! Ein Dankeschön der Referentin Frau PD Dr. Dr. S. Käppeli. PDF 500 KB

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Die wissenschaftliche Herausforderung in der Pflege, Tagung der Hochschule für Gesundheit Fribourg 12.4.2005, Dr. Silvia Käppeli, Leiterin Entwicklung & Forschung Pflege Universitätsspital Zürich. Die Einleitung:

Der Schwerpunkt dieser Tagung liegt auf dem Thema Wissenstransfer. Ich habe den Titel meines Vortages absichtlich als Frage formuliert, denn die Fachliteratur propagiert, dass die Theorie einer angewandten Wissenschaft einerseits aus der Praxis entwickelt werden muss, anderseits das Erfahrungswissen der Praktikerinnen diese Theorie wiederum modifiziert, bis sie Gültigkeit erlangt. Ich möchte heute mit Ihnen über diese Behauptungen nachdenken.
Bevor wir jedoch zum Kern des Themas vordringen, müssen wir uns bewusst machen, dass der Theorie-Praxis-Transfer nicht in einem Vakuum stattfindet. Er impliziert immer Veränderung des Bestehenden: kognitive, emotionale, soziale und praktische. Die Übernahme von neuem Gedankengut aus der Pflegewissenschaft oder aus den Bezugswissenschaften der Pflege stellt sowohl das kollektive Erbe unseres Berufes als auch unsere persönlichen Überzeugungen immer wieder in Frage.

lernundenter: ein nachdenklicher und diskussionswerter Artikel, Frage nach dem Theorie-Praxis-Transfer werden dargestellt. Die Auseinandersetzung ist ein ‹Muss› für Pflegepersonen. PDF 128 KB

Silvia Käppeli, Leiterin Zentrum für Entwicklung und Forschung Pflege (ZEFP) Universitätsspital Zürich, Juli 2004. Auszug als Motivationsträger für den Artikel:

Der gesellschaftlich-berufliche Vertrag der Krankenpflege. Seit der Wende vom 19. zum 20 Jh. ist in den deutschsprachigen Ländern der Auftrag des Pflegeberufes in einem gesellschaftlich-beruflichen Vertrag zur Sicherstellung einer professionellen Versorgung der Bevölkerung geregelt. In dieser formalen Reglementierung von Rechten und Pflichten auf Seiten verpflichten sich beide Vertragspartner, das Ihre zu leisten, um eine optimale Versorgungsqualität hervorzubringen (Fritschi 1990 für die Schweiz). In der objekt-bezogenen, vertraglichen Regelung des Grundverhältnisses zwischen Beruf und Gesellschaft können nicht alle Einzelheiten festegelegt werden. Der in dieser Form nicht reglementierbare Teil muss durch ergänzende Abmachungen sichergestellt werden. Dies gilt insbesondere für die subjekt-bezogenen ethischen Prinzipien, welche das Verhältnis zwischen Patienten und Pflegepersonal leiten (ICN 2000, SBK 2003). Sie ermutigen zu einer bestimmten Art pflege-therapeutischer Beziehung und zu einem definierten professionellen Arbeitsstil. Aus der Anwendung des ethischen Kodex erwächst dem Beruf gesellschaftliches Ansehen sowie Vertrauen von Seiten der Gesellschaft. Sowohl der gesellschaftlich-berufliche Vertrag als auch der Ethikkodex kommen auf kollektiver, institutioneller und individueller Ebene zum Tragen.

lernundenter: dieser Artikel regt zum Nachdenken und zur Reflexion an und enthält am Schluss eine mehrseitige interessante Bibliografie. PDF 236 KB

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Die Pflegedienstkommission (PK) der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich strebt eine Integration des Pflegeprozesses und der Leistungserfassung in der Pflege (LEP) in einem elektronischen Patientendossiers an. Keine der verfügbaren EDV-Lösungen erfüllt entsprechende Anforderungen -soweit definiert- befriedigend. Deshalb setzte die PK im Mai 2004 ein Projektteam ein, das Empfehlungen anhand bestimmter Zielsetzungen ausarbeiten soll.

Inzwischen gibt es den Bericht ‹Die Abbildung des Pflegeprozesses im elektronischen Patientendossier - das Zürcher Datenmodell›, ein PDF-Dokument (Version 1. Oktober 2006) und ein Präsentationsvideo. Im Präsentationsvideo (Flash, Dauer: 17 Min.) wird am Beispiel der ‹Patientin mit Pflegediagnose akute Schmerzen› die elektronische Dokumentation des Pflegeprozesses durchgespielt.

lernundenter: das elektronische Patientendossier wird in vielen Institutionen in der nächsten Zeit eingeführt. Das Video gibt einen differenzierten und praktischen Einblick.

Die Stiftung für Patientensicherheit hat im Oktober 2006 das Merkblatt Kommunikation mit Patienten und Angehörigen nach einem Zwischenfall herausgegeben (PDF 2 Seiten, gratis). In aussagekräftigen Bildern sind die wichtigsten Merkmale aufgezeigt, begleitet von kurzen Sätzen. Auch das Kleingedruckte (z.B. Quellen) ist interessant, im ausgedruckten PDF jedoch kaum mehr lesbar. Für Fr. 3.50 gibt es ein 6-seitiges PDF zu bestellen oder für Fr. 30.-- ein Begleitdokument. Zwei weitere interessante und gut gemachte Dokumente herausgepickt: Der zentralvenöse Katheter, Nutzen versus Risiko und Awareness existiert *.

*Awareness – von ‹to be aware› = wahrnehmen, beschreibt ein Wahrnehmen von Ereignissen während einer Anästhesie. Das Spektrum erstreckt sich von einem völlig belanglosen ‹sich Erinnern› an ein Ereignis während der Anästhesie bis zum schweren, invalidisierenden Trauma. Quelle: Zeitschrift Krankenpflege 1/2007 S. 6.